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Parachute Regiment 1944

 

 

Das Parachute und Glider Pilot Regiment wurde 1942 als Teil der neu gebildeten Airborne Forces zusammengestellt. Ursprünglich bildeten das Glider Pilot Regiment und das Parachute Regiment das Army Air Corps der britischen Armee. Die zwei unabhängigen  Parachute Regimenter und das Glider Pilot Regiment waren die einzigen, die das "AAC-" Cap-Abzeichen während des Krieges benutzten.

 

 

 

Beret, Hemd, Hose:

Als 1942 die ersten britischen Fallschirmspringereinheiten ins Leben gerufen wurden, standen für das Beret zwei Farben zur Auswahl. Hellblau und Maroon.

Man entschied sich schließlich für Maroon. Die Kriegsproduktionen sind leicht größer als jene nach dem Krieg.

 

Die Hemden waren aus Angolawolle und es gab sie in diversen Farbvariationen.

 

1942 wurde für alle Fallschirmspringer eine spezielle Hose entworfen, mit Plastik-, anstatt wie bei dem Modell P-40, mit Metallknöpfen. Die Beintasche wurde vergrößert, verstärkt und zusätzlich mit zwei Druckknöpfen versehen, um in ihr auch Mills-Handgrananten und Stenmagazine transportieren zu können.

 

Die vordere Tasche für das „First Field Dressing“ (kleines erste Hilfe Päckchen) war als Standard übernommen worden, welches aber nur auf Befehl des Offiziers geöffnet werden durfte.

Hinten wurden zwei Taschen für die „Shell Dressing“ (grosses erste Hilfe Päckchen) angebracht, was sich wie ein Hosenbodenpolster anfühlt, wenn beide verstaut waren.

Auf der linken Hosenbeinseite wurde eine kleine Tasche geschaffen, in welcher der Kommandodolch getragen wurde. Nicht alle Fallschirmjägereinheiten der Briten wurden mit diesem Modell ausgestattet, aber wegen Mangel wurde immer wieder auf das Modell P-40 zurückgegriffen.

 

String Veste:

Die „String Veste“ wurde über dem Hemd und unter dem „Battle-Dress“ getragen. Gedacht war diese, um bei Kälte besser isoliert und bei Wärme besser gegen Ueberhitzung geschützt zu sein.

 

Die hier abgebildete Veste ist die erste Variante von zwei Modellen. Das zweite Modell war die „Escape Veste“, welche keine Stoffstücke über den Schultern hatte und nur aus einem aneinanderhängenden Stück Schnur bestand. Es konnte, wie der Name sagt, für die Flucht verwendet werden.

 

 

Battledress:

Das erste „Battledress“ wurde 1938 bei der englischen Armee eingeführt. 1940 wurde es nochmals überarbeitet und an fast alle Truppenteile ausgegeben.

Auch hier gab es je nach Produktion Unterschiede. Knöpfe aus Metall, Horn oder Kunststoff, offene und verdeckte Knopfleisten.

Das hier abgebildete Modell ist ein Modell P-40 mit offenen Knopfleisten.

 

Da diese Jacke sehr kurz war und bei jeder Bewegung hochrutschte, waren hinten im innen Teil der Jacke zwei Knöpfe angebracht, die an der Hose befestigt wurden.

 

Während des Krieges wurden  die„Battledress“ noch von den Kanadiern und Neuseeländern in eigenen Produktionen hergestellt.

 

 

Denison Smock:

Der „ Denison Smock“ wurde 1942 von Major Denison entworfen und in zwei Variationen angefertigt. Das Tarnmuster wurde bei den ersten Modellen noch von Hand aufgemalt, was zur Folge hatte, dass keine gleich war wie die andere.

Diese Jacke sollte über dem „Battledress“ und unter dem Springerkombi getragen werden. Das hier abgebildete Modell ist eine Jacke 2nd Pattern von 1944 mit Bündchen an den Ärmeln anstelle, wie beim 1st Pttern mit  Knöpfen.

In Grossproduktion gingen 3 Modelle: für Paras, Scharfschützen und Offiziere.

Die Jacke hat vorne vier Taschen, die mit je einem Druckknopf geschlossen werden kann. Sie sind so konzipiert, dass man Magazine von der Sten wie auch dem Bren LMG darin unterbringen konnte. Am rechten Ärmel sind die „Wings“ angebracht. Das Abzeichen, welches den Soldaten als Fallschirmspringer ausweist.

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Bei der Rückenansicht sieht man zwischen den Lappen, den man bei diesem Modell hinten mit zwei Druckknöpfen befestigen kann. Bei den ersten Modellen war dies nicht möglich und so hing dieser Lappen nach unten und wurde als Teufelsschwanz bezeichnet, was den englischen Fallschirmjägern ihren Namen „Red Devils“ einbrachte.

Dieser wurde beim Sprung zwischen den Beinen hindurch vorn mit zwei Druckknöpfen befestigt. Dies sollte verhindern, dass sich die Jacke nach oben schob.

Das Päckchen auf der Schulter ist ein „Shell Dressing“ und für die erste Hilfe. Da sich die Taschen für das „Shell Dressing“ hinten an der Hose befand und man es im Notfall nicht gerade einfach erreichen konnte, wenn man alles anhatte, befestigten es die Soldaten kurzerhand mit der Schnur zum aufreissen an der Schulterklappe.

  Speziell für Commando und Fallschirmspringer wurden sogenannte Commandoseile ausgegeben. Es gab sie in zwei verschiedenen Variationen. Eine ½ inch dicke für Commandos, und eine 1 inch dicke für Fallschirmspringer. Diese haben auf der einen Seite einen Holzgriff und auf der anderen eine Schlaufe. So konnten mehrere aneinander gehängt werden um sich abzuseilen oder um Lasten hochzuheben oder zu ziehen.
 

Helm:

Von Anfang an war klar, dass der normal Infanteriehelm sich  nicht eignete. Die erste Trainingsausführung war aus einer Art Kautschuk und sah aus, als hätte man einen Pilz auf dem Kopf. Danach gab es Versuche mit gepolsterten Helmen, welche dann auch bis Ende der 40er Jahre im Einsatz waren. Ab 1942 gab es einen Stahlhelm für die Springer mit schwarzem Leder-Kinnriemen. Ab 1944 ein weiteres Modell mit Webmaterial aus welchem auch das Gurtmaterial war.

Nicht zu verwechseln mit dem Motorradhelm der englischen Truppen aus der gleichen Zeit, welcher im Nacken mit Leder bedeckt ist.

 

Abzeichen:

Bei dem  abgebildeten Modell handelt es sich um einen Sanitäter eines „Parachute Regimentes“ (Royal Army Medical Corps)

Weiter gab es die „Glider Pilot Regiments“, die, wie der Name schon sagt, mit dem Glieder gelandet sind ( z.B. Landung Normandy Orne Mündung),

Luftlande Brigaden, wie die „Second Staffords“, 12th Battalion Devon, Second Royal Ulster Rifles und Corps, und Administrative Truppen wie z.B. Aufklärer (Reconnaissance), Artillerie, Sanität (Royal Army Medical Corps) und Signallisten (Royal Corps of Signals).

 

 

Das Beretabzeichen für die „Parachute Regiments“ wurde in drei verschiedenen Versionen hergestellt.

Das erste, aus Plastik mit Silber koloriert und mit einer Pinnadel versehen. Von diesem Modell wurden zwischen dem 20. August und dem 9. Mai 1945 188´456 Stück produziert. Das zweite Modell war aus Metall, mit einer Einstecknadel versehen und für alle Mannschaften und Offiziere gedacht. Das dritte Modell war ebenfalls aus Metal und wurde von 1944 bis 1953 beibehalten. Danach mussten alle Abzeichen der Britischen Truppen, die bisher mit einer Königskrone versehen waren, durch neue Abzeichen mit einer Königinnenkrone ersetzt werden, da Königin Elizabeth II Monarchin wurde.

Die Ärmelabzeichen waren eigentlich auf beiden Seiten immer identisch. Zuoberst der Name, dann entweder das Regiments-, Battalions-, Corps-, Divisions- oder das Armeeabzeichen.

Bei den Fallschirmspringern waren auf dem „Battledress“, wie auch auf dem „Denison-Smock“, die „Wings“ aufgenäht (rechts), was bedeutete, dass der Träger ein trainierter und qualifizierter Springer war.

 

Webbing P-37

Das Pattern 37 Webbing wurde  nach dem Entstehungsjahr benannt und löste das 1908, respektive das 1914 Patten ab.

 

Jedes einzelne Teil trägt den Stempel des Herstellers und des Jahres, sowie den des War Departmentes oder den broad arrow. 

Britisches Webbing ist kahki-farbig, kanadisches dagegen mehr gold-gelb. 

 

Britisches und kanadisches Webbing hatten eine sehr hohe Qualität und Haltbarkeit, im Gegensatz zu den indischen, südafrikanischen sowie australischen Modellen, die deshalb nicht von den Fallschirmjäger verwendet wurden.

 

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