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81st Commemoration of the Battle of Arnhem

Einleitung

Die Schlacht um Arnheim im Rahmen der alliierten Operation Market Garden fand vom 17. bis 25. September 1944 statt und war der grösste Luftlandeoperation des Zweiten Weltkriegs.

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Ziel der Alliierten war es, durch einen kühnen Vorstoss die Rheinbrücke bei Arnheim zu sichern und so den Weg nach Norddeutschland freizumachen. Unter dem Befehl von Generalmajor Roy Urquhart landeten rund 10.000 Mann der britischen 1st Airborne Division westlich von Arnheim in drei Hauptzonen: in LZ X bei Renkum, wo vor allem Gleitflugzeuge der 1st Airlanding Brigade mit Infanterie und Unterstützungswaffen aufsetzten, in LZ Z bei Wolfheze, wo Teile der 1st Parachute Brigade mit Artillerie und Versorgung landeten, sowie in LZ S auf der Ginkelse Heide, wo weitere Fallschirmjäger und Verstärkungstruppen zur Sicherung des nordwestlichen Anflugkorridors abgesetzt wurden. Diese weiträumig verteilten Landezonen erschwerten von Beginn an die schnelle Zusammenführung der Verbände. Dazu kamen Funkgeräte mit zu geringer Reichweite, die ab dem ersten Tag die Kommunikation zwischen den Brigaden und zur Führungsebene erheblich beeinträchtigten. Zudem wurden viele ankommende Fallschirmjäger von der holländischen Bevölkerung so befeiert, dass diese neben der grossen Distanz zur Brücke zusätzlich durch diese aufgehalten wurden. 

Während sich die 1st Parachute Brigade möglichst schnell zur Rheinbrücke vorarbeiten sollte, hatte die 1st Airlanding Brigade die Aufgabe, die Verteidigungsstellung um Oosterbeek zu sichern. Am 17. September setzten die ersten Gleitflugzeuge und Fallschirmjäger bei Renkum, Wolfheze und auf der Ginkelse Heide auf und stiessen tweilweise unter schwerem Beschuss Richtung Arnheim vor. In den folgenden Tagen konzentrierten sich die Kämpfe um zwei Brennpunkte: den Brückenkopf in Arnheim, wo ein kleiner Verband unter Oberstleutnant John Frost ab dem 18. September mehrere Tage lang die Nordrampe hielt, und den Kessel um Oosterbeek, in dem sich der Grossteil der Division verschanzte. Verstärkungen der Bodentruppen unter Generalleutnant Brian Horrocks blieben länger aus als geplant, da das XXX. Korps beim Vormarsch aufgehalten wurde.

Am 21. September landete schliesslich die 1st Polish Independent Parachute Brigade unter General Stanisław Sosabowski südlich des Rheins bei Driel, um die eingeschlossenen Briten zu unterstützen. Doch Wetter, fehlende Übersetzmöglichkeiten und deutsche Gegenangriffe verhinderten ein rechtzeitiges Zusammenwirken. Unterdessen verstärkten die Deutschen, vor allem das kampferprobte II. SS-Panzerkorps unter General Wilhelm Bittrich, täglich ihre Gegenangriffe und schnürten den Ring um die eingeschlossenen Luftlandetruppen enger.

Nach neun Tagen schwerster Kämpfe, zunehmendem Munitionsmangel und hohen Verlusten wurde in der Nacht vom 25. September 1944 die Evakuierung über den Rhein befohlen. Nur rund 2.000 britischen Fallschirmjägern gelang die Flucht; etwa 1.500 fielen, mehr als 6.000 gerieten in Gefangenschaft. Trotz unbestreitbarer Tapferkeit markierte Arnheim das Scheitern von Market Garden und machte deutlich, wie riskant weit vorgetragene Operationen ohne gesicherte Nachschublinien und funktionierende Kommunikation waren.

Bis heute steht die Schlacht um Arnheim für Mut und Opferbereitschaft der alliierten Luftlandetruppen – aber auch für die Risiken überambitionierter Planungen, die militärische Realität, Terrain und gegnerische Kräfte unterschätzten.

Veranstaltungsrückblick

Anders als in den Vorjahren nahm in diesem Jahr nur ein Mitglied unserer Gruppe an den Gedenkveranstaltungen teil – und zwar mit einem regionalen britischen Luftlandefahrrad der Marke BSA.

Am ersten Abend, dem 17. September fand gleich neben em Hotel in Heelsum eine erste Gedenkveranstaltung statt. 

Gegen 19 Uhr versammelten wir uns am Airborne-Denkmal in Heelsum, um der Luftlandung der Operation Market Garden zu gedenken – genau 81 Jahre nach Beginn der Operation. Das 1945 als erstes Denkmal seiner Art in der Region errichtete Denkmal besteht aus Originalteilen der britischen Landung zwischen Heelsum und Wolfheze – darunter CLE- und F-Type-Versorgungscontainer, Ausrüstung der 1. Luftlandebrigade und eine 6-Pfünder-Panzerabwehrkanone.

Nach einem Gedenkgottesdienst marschierten die Teilnehmer, begleitet von einem einsamen Dudelsackspieler, zum Denkmal, wo mehrere Kranzniederlegungen stattfanden.
Unter den Anwesenden waren Bürgermeister Marcel Fränzel, Herr M. Boumans, Präsident der Royal British Legion – Holland Branch, ein Major des Fallschirmjägerregiments, Mitarbeiter und Schüler der Airborne School Renkum – und Annie Leijerweert selbst, die als 16-Jährige die Luftlandungen 1944 miterlebte.
In seiner bewegenden Rede erinnerte Bürgermeister Fränzel an Annies Geschichte: den Tag, an dem sie Hunderte von Fallschirmen am Himmel sah, ihre Mutter „Der Krieg ist vorbei“ rief – und nur Stunden später von Granatsplittern getötet wurde. Annie und ihre Schwestern ertrugen den Verlust, die Beerdigung in ihrem Garten und die spätere Evakuierung. Erst nach der Befreiung konnte ihre Mutter in Würde beerdigt werden.
Fränzel betonte, dass Krieg nicht nur an der Front stattfindet – er dringt in Familien und den Alltag ein. Er unterstrich, wie wichtig es sei, diese Geschichten zu erzählen, um die Erinnerung wach zu halten und heute Verantwortung zu übernehmen: für den Frieden, dafür, den vor der Gewalt Fliehenden Zuflucht zu bieten, für die Menschlichkeit selbst.

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Das Airborne Monument „De Naald“ in Oosterbeek ist eines der bedeutendsten Erinnerungszeichen an die Schlacht um Arnheim, die im September 1944 im Rahmen der alliierten Operation Market Garden stattfand. Die monumentale Steinsäule mit einer Bildengruppe an der Spitze wird auch „The Needle“ genannt und steht gegenüber dem Airborne Museum Hartenstein, das einst das Hauptquartier der britischen 1. Luftlandedivision unter Generalmajor Robert E. Urquhart war. Das Denkmal wurde errichtet, um den alliierten Fallschirmjägern, den niederländischen Zivilisten und dem Widerstand zu gedenken, die während der Kämpfe große Opfer brachten.

Die Gestaltung des Monuments ist stark symbolisch: An der Spitze befindet sich eine Figur, die die Freiheit verkörpert, umgeben von Soldaten und Zivilisten. Verschiedene Reliefs zeigen Szenen aus der Schlacht, darunter Fallschirmsprünge, die Leiden der Zivilbevölkerung sowie Momente der Hilfe und Solidarität. Damit wird nicht nur an die militärische Operation erinnert, sondern auch an die menschlichen Schicksale, die mit ihr verbunden sind.

Die Geschichte seiner Entstehung ist bemerkenswert, da das Monument bereits kurz nach dem Krieg verwirklicht wurde. Schon 1946 legte Generalmajor Urquhart den Grundstein, und nur ein Jahr später konnte Königin Wilhelmina das fertige Denkmal einweihen. Trotz der enormen Zerstörungen und der Knappheit an Baumaterialien sammelte die Gemeinde Oosterbeek Geld und Rohstoffe, um „De Naald“ zu bauen – ein Zeichen dafür, wie wichtig den Menschen das Erinnern und Gedenken unmittelbar nach der Befreiung war.

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 Vor dem Airborne Museum Hartenstein in Oosterbeek, das während der Schlacht um Arnheim 1944 das Hauptquartier der britischen 1. Luftlandedivision war, steht ein M4 Sherman-Panzer. Dieser Panzer selbst war zwar nicht in den Kämpfen um Arnheim eingesetzt, er wurde jedoch nach dem Krieg nach Oosterbeek gebracht und dient seitdem als Symbol für die Befreiung und den Einsatz alliierter Bodentruppen. Seine Präsenz vor dem Museum erinnert Besucher unmittelbar an die Rolle der Panzerkräfte im Zweiten Weltkrieg, auch wenn in der Region damals vor allem britische Luftlandeeinheiten kämpften.

Auf dem Gelände des Museums sind außerdem mehrere britische 17-Pounder Panzerabwehrkanonen ausgestellt. Diese mächtigen Geschütze mit einem Kaliber von 76,2 mm galten als eine der effektivsten alliierten Waffen gegen deutsche Panzer, einschließlich der gefürchteten Tiger und Panther. Während der Kämpfe in Arnheim wurden sie von Spezialeinheiten der Royal Artillery wie der 1st Airlanding Anti-Tank Battery und der 2nd (Oban) Airlanding Anti-Tank Battery eingesetzt. Einige dieser Geschütze standen in den Straßen von Oosterbeek in Stellung, etwa an der Sonnenberglaan oder am Benedendorpseweg, und versuchten, den Vormarsch deutscher Panzerverbände aufzuhalten.

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 Letzte Ruhe auf dem Arnhem Oosterbeek War Cemetery

Der Arnhem Oosterbeek War Cemetery wurde 1945 angelegt und ist eine der bedeutendsten Kriegsgräberstätten der Commonwealth War Graves Commission (CWGC) in den Niederlanden. Er befindet sich nahe Arnhem, und beherbergt die Gräber von insgesamt 1.764 Soldaten, darunter 1.684 aus dem britischen Commonwealth, 73 polnische Soldaten und 8 niederländische Zivilisten, die während des Zweiten Weltkriegs gefallen sind. Die Gräber wurden auf einem von der niederländischen Regierung im Juni 1945 zur Verfügung gestellten Gelände angelegt.

Während des Krieges wurden viele Gefallene zunächst in einfachen Feldgräbern beigesetzt, oft nur mit provisorischen Holzkreuzen markiert. Nach der Befreiung der Region im April 1945 begannen britische Einheiten mit der Identifizierung und Umbettung der Überreste. Einige Soldaten wurden später wiederentdeckt und in den 2000er Jahren erneut beigesetzt.

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Analog zu den vergangenen Jahren wurde im Konzertsaal in Oosterbeek, unweit der alten Kirche und des Kate-ter-Horst-Hauses, wieder eine Dressing Station betrieben. Organisiert wurde das Szenario von der War Department Reenactment Group Nederland in Zusammenarbeit mit weiteren Gruppen aus den Niederlanden und England. Ein eindrucksvolles und realistisches Nachstellen, das den Besuchern die Atmosphäre jener Zeit eindrücklich vermittelt.

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Der Freitag Abend, den 19. September endete mit einer kleinen, würdevollen und sehr emotionalen Gedenkveranstaltung im Garten des Hauses von Kate ter Horst in Oosterbeek. Sie selbst mochte den Titel nicht, doch für die britischen Soldaten war sie der „Engel von Arnheim“. Die 38-jährige Hausfrau versorgte während der Schlacht um Arnheim über 300 Verwundete in der Verbandsstation, die in ihrem Haus eingerichtet war.

Am 17. September 1944 beobachtete Kate ter Horst von ihrem Haus aus die Landung der britischen Fallschirmjäger. In ihr Tagebuch schrieb sie:

„Wahnsinnig vor Freude gehen wir durch den Garten und klettern aufs Dach, um mehr zu sehen und zu verstehen, was passiert. Wir können es kaum glauben. Wird es wirklich wahr sein? Ist dies das lang ersehnte Ende unserer Trauer, das nun vom Himmel fällt? Bedeutet dies Freiheit?“

Trotz fünf kleiner Kinder half Kate während der Kämpfe den Ärzten, ermutigte die Soldaten und tröstete die Verwundeten. Sie las sterbenden Soldaten aus ihrer englischen Bibel den 91. Psalm, einen Trostpsalm in Gedichtform, der zum Vertrauen auf Gott aufruft und der wohl in einem Kriegslager verfasst wurde. Gemeinsam beteten sie das Vaterunser.

Mehr als 300 Soldaten, hauptsächlich Briten, wurden in ihrem Haus versorgt; 57 von ihnen fanden vorübergehend ihre letzte Ruhe auf einem provisorischen Friedhof im Garten.

Alle Teilnehmer unserer Dressing Station waren eingeladen, sich an diesem historischen Ort zu versammeln. Anne, eine unserer zivilen Darstellerinnen, las rund 20 Minuten lang aus Kates Tagebuch vor – ein sehr bewegender Moment: still, respektvoll, voller Demut. Nur Annes Stimme und das Krächzen der Stare waren zu hören.

Anschliessend konnten wir um das kleine Haus gehen und im Garten den Gedenkstein besuchen. Nach dem Krieg kehrte die Familie ter Horst zurück, liess im Garten ein Denkmal mit der Darstellung des fallenden Pegasus errichten und brachte über der Eingangstür des Pfarrhauses einen Fassadenstein mit einem Phönix an – ein Symbol für Hoffnung und Wiedergeburt.

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Am Samstagmorgen fanden die ersten Fallschirmabsprünge aus einer historischen C-47 über der Ginkelse Heide statt – einer der wichtigsten Dropzones der Operation Market Garden. Sie liegt rund 15 km westlich der Brücke von Arnheim. Direkt danach folgte der beeindruckende Massenabsprung von Fallschirmjägern verschiedener Nationen. Aktuell sind wir auf dem Weg nach Renkum zur dortigen Landezone LZ Z.

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Race to the Bridge 2025 – von Renkum nach Arnheim zur John-Frost-Brücke und zurück nach Oosterbeek zum Airborne-Museum Hartenstein.

Das seit Jahren durchgeführte „Race to the Bridge“ ist einer der Höhepunkte des Wochenendes, bei dem eine große Zahl historischer Fahrzeuge – darunter Jeeps und Motorräder – teilnimmt. Angeführt wird die Kolonne jeweils von einer, je nach Wetterlage, grösseren oder kleineren Gruppe Radfahrern auf historischen Drahteseln.

Kurz vor dem Start setzte Regen ein, was der Fahrt jedoch keinerlei Abbruch tat.

Nach unserer Teilnahme mit verschiedenen Fahrzeugen – darunter auch unsere Motorräder – war es erneut eine grossartige und eindrucksvolle Erfahrung.

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Die John-Frost-Brücke in Arnheim wurde nach Brigadier John Dutton Frost benannt, dem Kommandeur des britischen 2. Fallschirmjägerbataillons der 1. Luftlandedivision. Während der Schlacht um Arnheim im September 1944 gelang es nur seinem Bataillon, die Brücke zu erreichen und sie für mehrere Tage gegen deutsche Angriffe zu verteidigen.

Die ursprüngliche Rijnbrücke wurde am 7. Oktober 1944 von alliierten B-26 Marauder-Bombern stark beschädigt und teilweise zerstört, um die deutsche Nutzung zu verhindern. Die endgültige Zerstörung erfolgte im Februar 1945 durch die zurückziehenden deutschen Truppen.

Nach der Befreiung Arnheims im April 1945 wurde zunächst eine Bailey-Brücke als Übergangslösung gebaut. Später entstand eine dauerhafte Brücke, die 1948 eröffnet wurde und im Dezember 1977 offiziell in John-Frost-Brückeumbenannt wurde. 

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Race to the Bridge Oosterbeek

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